Frau F's LebensChaos und die Frage nach der Schuld

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"Kennen Sie das, wenn Sie morgens aufwachen und Ihnen ist klar, dass der ganze Tag einfach nur schrecklich und chaotisch sein wird und Sie nichts, aber auch rein gar nichts dagegen tun können.

 

Und selbst wenn man es hinkriegt, durch sorgfältige Planung und Listen alles soweit vorab im Griff zu haben - irgendwer oder was kommt einfach immer wieder dazwischen.

 

Das ist so frustrierend.

 

Aber das Schlimmste ist, dass ich mich eigentlich immer schuldig fühle, auch wenn ich genau weiß, dass ich gar nichts dafür kann. Ich komm da einfach nicht raus.

 

Und so geht das Tag für Tag, Jahr für Jahr!"


So begann Frau F's und meine Zusammenarbeit.

 

Nicht Stress, oder Überforderung war ihr zentrales Thema, warum sie es einmal mit einem OrganisationsCoaching probieren wollte, sondern das "pure, reine LebensChaos", das ihr jeden Tag wieder aufs Neue begegnete.

 

Dabei hatte sie schon alle bekannten und gängigen Bücher und Artikel durch, hatte mit ihren Freundinnen darüber gesprochen und ihren Mann um Rat gefragt.


"Aber das hat alles nicht wirklich geholfen. Ich krieg das einfach nicht in den Griff! Und die Schuldgefühle machen mich echt fertig."


Im Laufe der Vorbesprechung kamen wir gemeinsam durch die Beantwortung der Standardfragen auf einige Ursachen der Schwierigkeiten und Schuldgefühle.

 

Im Verlauf unserer Zusammenarbeit beschäftigten wir uns mit insgesamt drei Themen, welche Frau F. einerseits bewusst und andererseits unbewusst beschäftigten.

 

Neben dem OrganisationsCoaching ging es dabei immer auch darum, dass Probleme nicht nur besprochen wurden, sondern dass auch immer kleine, schaff- und machbare Aufgaben durch sie versucht wurden zu erledigen.

 

Das schwerwiegendste Problem, die Frage nach den Schuldgefühlen, löste sich bei ihr durch das Nachdenken über eine Frage:


"Also, organisatorisch fühle ich mich jetzt schon nicht mehr so gestresst, aber meine Schuldgefühle, wenn Mal was nicht klappt sind immer noch da. Und ehrlich gesagt hilft es mir auch nicht, wenn Menschen um mich herum sagen, dass ich mir nicht immer so einen Kopf machen soll!"

 

"Und was würden Ihre Eltern, wenn sie noch lebten, dazu sagen, dass Sie nicht alles so insgesamt in Ihrem Leben perfekt hinkriegen?"


Im Zuge zweier Gesprächssitzungen und mit Hilfe einer Familienaufstellung konnte Frau F. für sich persönlich die Quelle ihrer Schuldgefühle erkunden und verstehen.

 

Auch wenn es für sie ein zum Teil sehr schmerzhafter Entwicklungsprozess war und auch wenn nicht alle Schuldgefühle für immer verschwanden, so galt für sie, wie sie in unserer letzten Sitzung sagte, doch das Sprichwort, dass Zufriedenheit und Glück nichts seien, was fertig geliefert würden, sondern was sie nur durch ihr eigenes Handeln erlangen könnte.