· 

Positive Psychologie - 10 Möglichkeiten im Alltag glücklicher zu sein

Positive Psychologie Alltag Glück Optimismus Verzeihen Vergeben Sorgen Coaching Wolfgang Holzbauer Teamtu Johanna Feltl Familienstellung Energiearbeit

Der Begriff "Positive Psychologie" wurde 1954 vom amerikanischen Psychologen ABRAHAM MASLOW eingeführt.

 

Von ihm stammt die auch heute noch immer benutzte Maslow´sche Bedürfnispyramide. In dieser wird aufgezeigt, dass das grundlegendste Bedürfnis des Menschen die Befriedigung der physiologischen Bedürfnisse wie Schlafen, Essen, Trinken und die Wärme eines Feuers sind.

Wenn dies gewährleistet ist folgt unmittelbar das Sicherheitsbedürfnis des Menschen nach materieller und beruflicher Sicherheit und das Streben nach persönlichem Schutz (Wohnung, Haus).

Als Nächstes strebt der Mensch nach Erfüllung seiner sozialen Bedürfnisse. Hierbei sind vor allem  die Familie, Freundschaften und die Gruppenzugehörigkeit gemeint.

Im Weiteren wird versucht die Individualbedürfnisse wie positive Beachtung, Lob und Anerkennung der eigenen Persönlichkeit zu erreichen.

Als höchste und erstrebenswerteste Stufe im Bedürfnisstreben des Menschen gilt bei Maslow die Selbstverwirklichung, die zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit führt und bei der man eigene Ideen frei umsetzen kann, was schlussendlich zum persönlichen Glück führt.

 

In den 1990er Jahren wurde dann die Positive Psychologie durch MARTIN SELIGMAN als eigenständiges Forschungsgebiet innerhalb der Psychologie neu begründet.

Ziele und Grundlagen der Positiven Psychologie

"In Deutschland erscheint es mir sehr schwer und fast schon strafbar, wenn man glücklich ist und das auch noch in der Öffentlichkeit zeigt. Irgendwie verstehe ich das nicht - insbesondere, weil doch viele Menschen sich Bücher über das Thema kaufen, wie sie glücklich werden können, oder Vorträge und Seminare dazu besuchen. Ihr hier in Deutschland seid komisch."

 

Diese Aussage eines kanadischen Dozenten auf einer Fortbildung zum Thema "Positive Psychologie" führte bei uns (deutschen) Teilnehmern in einer Veranstaltungspause zu einer regen Diskussion darüber, ob die Aussage so universal gültig sei und wir kamen, nach Austausch persönlich-beruflicher Erfahrungen zum Schluss, dass es wohl tatsächlich schwierig sei, die Grundlagen der Positiven Psychologie im Alltag zu verwirklichen, dass deren Ziele aber universell als erstrebenswert gelten.

 

Ziele der Positiven Psychologie

 

Die Positive Psychologie hat drei grundlegende Ziele:

 

die Erforschung und Förderung von     1) positiven Gefühlen

 

                                                                     2) positiven Persönlichkeitsmerkmalen

 

                                                                     3) menschenfreundlichen Interaktionen

 

Dabei gilt, dass die Vergangenheit eines Menschen das Fundament für die Gegenwart darstellt und sich aus dem gegenwärtigen Verhalten bestimmte Handlungsmuster für die Zukunft erarbeiten lassen.

 

Die Vergangenheit eines Menschen kann man sich dabei wie eine Landkarte vorstellen. Diese kann z.B. in einzelne Altersschritte (0 bis 10 Jahre, 11 bis 20 Jahre, usw.) ==> den Breitengraden und in positive und negative Erfahrungen ==> den Längengraden jener Zeit unterteilt werden.

 

Heutige Forschungen gehen davon aus, dass etwa 50 - 60 % der gegenwärtigen Situation und der persönlichen, psychischen Konstitution eines Menschen sich aus den eigenen positiven und negativen Erfahrungen seiner individuellen Vergangenheit ergeben.

 

Wenn der Mensch sich dieser, seiner Vergangenheit bewusst wird, kann er in der Gegenwart das eigene Ich-Bewusstsein aktiv entwickeln, bewusst Entscheidungen treffen, die zu ihm passen und so sein Leben zum positiven hin verändern.

 

Die Positive Psychologie nutzt hierfür die sogenannte AIM/Ziel-Methode:

 

A = Aufmerksamkeit       I = Interpretation         M = Memorieren

 

Für die Zukunft soll der Einzelne in die Lage versetzt werden eine grundsätzlich positive Einstellung zu entwickeln:

 

Situation

                --> Gedanken

                                        --> Gefühle

                                                             --> Verhalten

                                                                                     --> körperliche Empfinden

 

 

Grundlagen der Positiven Psychologie

 

 

Um die Ziele eines positiven, selbst bestimmten und glücklichen Lebens zu erreichen baut die Positive Psychologie auf sechs grundlegende Strategien, welche im alltäglichen Leben Verwendung finden:

 

     1) Optimismus (aber nicht gleichbedeutend mit der Aussage, dass das Glas

                                  immer halb voll zu sein hat)

 

     2) Impulskontrolle (wenn einem etwas nach einmal darüber Schlafen immer

                                          noch wichtig ist, dann erst darauf reagieren - wobei

                                          Manches nicht warten kann)

 

     3) emotionales Bewusstsein (hierzu braucht es die Fähigkeit seine Gefühle

                                                            in Worte fassen zu können)

 

     4) Mitgefühl

 

     5) Selbstvertrauen 

 

     6) die Hand ausstrecken und Verzeihen können

10 Möglichkeiten für einen glücklicheren Alltag

"Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."

Konfuzius formulierte bereits vor rund 2500 Jahren einen wichtigen Grundzug der Positiven Psychologie: finde Freude und Sinn im alltäglichen Leben im Kleinen, nicht im Großen und hör auf Dich zu beklagen, sondern fördere das Gute um und in Dir, auch wenn es zuerst nur als klein und unbedeutend erscheinen mag (zugegebener Maßen eine sehr freie und stark modernisierte Übersetzung des Zitats, aber warum nicht?!).

 

Die Positive Psychologie bietet eine Vielzahl von alltäglichen Möglichkeiten das eigene Leben besser und glücklicher zu gestalten, ohne sich viel um die theoretischen Grundlagen kümmern zu müssen.

 

Hier eine subjektive, durch die tägliche CoachingArbeit aber fundierte Auswahl an 10 Möglichkeiten, wie jeder schnell und einfach versuchen kann, seinen Alltag glücklicher zu gestalten:

 

1) Dankbarkeit entwickeln ==> manchmal kann es schon reichen, dass man feststellt, dass ein Tag ohne Probleme gelaufen ist

 

2) das eigene Glück entdecken ==> dazu sollte man zuerst einmal aufschreiben,

was einem selbst glücklich macht und warum und dann kann man dies viel einfacher finden

 

3) sich einen schönen Augenblick gönnen ==> das kann alles Mögliche sein, eine Tasse Kaffee, ein Film, ein Gespräch, …………….

 

4) lernen, sich auf gute Art Sorgen zu machen ==> hört sich paradox an, geht aber: ich kann mir Sorgen machen, weil ich glaube, dass es schief gehen wird, oder: ich mache mir Sorgen, damit ich bei einer Problemlösung nichts übersehe und vergesse

 

5) seine besten Seiten zeigen ==> wenn Sie gerne am Morgen in der Bäckerei grüßen, dann tun Sie es; wenn Sie kein Problem damit haben, jemanden anderen an der Tür/am Fahrstuhl vorzulassen, dann tun Sie es

 

6) sich selbst möglichst umfassend erkennen ==> schreiben Sie eine Liste mit verschiedenen Kategorien: Freude, Engagement, Sinn, Familie, Arbeit, Ich, usw. und schreiben Sie in Stichpunkten auf, was Ihnen dazu einfällt. Nach einigen Tagen kennen Sie sich schon viel besser selbst

 

7) erkenne, warum man glücklich sein will ==> stellen Sie sich jeden Tag am Morgen immer die gleiche Frage zuerst: "Warum will ich heute glücklich sein?"

 

8) Optimismus ==> Vorsicht: Optimismus ist ein Virus, den man schlecht wieder los wird, der hoch ansteckend ist und von einigen Zeitgenossen nicht gerne gesehen wird

 

9) eine gute Tat am Tag ==> egal wem gegenüber, egal was, einfach machen (aber ohne dafür extra gelobt werden zu wollen)

 

10) lächeln und lachen ==> ja, ist gefährlich, wenn man im Fahrstuhl einfach jemanden außerhalb des Faschings anlächelt oder gar anlacht, aber sehr interessant, was sich daraus alles ergeben kann, frei nach dem chinesischen Sprichwort:

 

"Jede Minute, die man lacht verlängert das Leben um eine Stunde!"


"Eine positive Einstellung zu lösbaren Problemen ist bereits der halbe Erfolg."

[Ernst Ferstl]


Kommentar schreiben

Kommentare: 0